Chronik

350 Jahre St. Severini Schützenbruderschaft

 

Bei der Vorbereitung eines so großen und wichtigen Festes ist es unerläßlich, sich mit der Vergangenheit auseinander zu setzen, um so dankbar Rückschau auf die Entstehung und Entwicklung der Schützenbruderschaft zu nehmen. Wenn unsere Bruderschaft mit 350 Jahren nicht zu den ältesten im Dekanat gehört, so schauen wir doch voll Stolz auf die langjährige Tradition und Geschichte unserer Bruderschaft zurück.

Es war im Jahre 1654 , als sich mutige, begeisterte Männer in Karken zusammen fanden um die Bruderschaft zu gründen. Sie wurde dem Patronat der Gottesmutter Maria unterstellt. Wann und aus welchem Grund der Pfarrpatron, der hl. Severinus, der Schutzpatron der Karkener Schützenbruderschaft wurde ist nicht bekannt und auch nicht feststellbar. Die Bruderschaft ist im Besitz eines Teilstücks einer alten Schwenkfahne mit Abbildung der heiligen Gottesmutter.

Die Gründungen der Bruderschaften im rheinischen Raum werden bereits kurz nach 1300 als Schützengilden in Lüttich und Kempen am Niederrhein erwähnt. Ob unsere Bruderschaft die Tradition einer früheren, älteren Bruderschaft übernommen hat ist nicht festzustellen. Es ist sehr schwer Einzelheiten mit Bestimmtheit aufzuzeigen, da im Laufe von dreieinhalb Jahrhunderten viele Aufzeichnungen und Dokumente, wenn sie überhaupt erstellt wurden, durch Kriegswirren und schwere Zeiten nicht bis Heute erhalten werden konnten. Aber auch weil der eine oder andere Chronist sich zu anderem Tun mehr hingezogen fühlte, als für die Nachwelt Bände mit Beschlüssen und Ereignissen des Vereins zu füllen und ordnungsgemäß zu verwalten.

Es war die Schreckens- und Leidenszeit des 30jährigen Krie-ges, die die wehrfähigen Männer dazu zwang, sich zu Schützengilden zusammenzuschließen, um mit Armbrust und Muskete, Haus und Hof und das eigene Leben gegen kleinere Heerhaufen und marodierendes Gesindel zu verteidigen.

Man verstand sich auch als eine Art Schutztruppe, die die öffentliche Sicherheit aufrecht hielt und ebenso der Kirche, hier insbesondere den Prozessionen, den Schutz anbot. Die Förderung der Frömmigkeit und öffentliche Gottesdienste war für viele Bruderschaften eine Zielsetzung. Was für die Karkener Bruderschaft auslösend zur Gründung war ist nicht zu sagen. In vielen Orten unserer Heimat entstanden nun neue Schützengesellschaften. Sie übten sich im Armbrustschießen um für den Verteidigungsfall gerüstet zu sein. Neben der Wehrertüchtigung hatten die Schützengilden auch vergnügliche Schießspiele. So das Schießen auf Scheiben oder dem Holzvogel. Beim Vogelschießen ging es um die hohe Ehre mit dem Meisterschuss die Königswürde zu erlangen. Das ist bis auf den heutigen Tag als Traditions-schießen bekannt und beliebt.

Besonders wichtig für eine Mitgliedschaft in einer Schützen-gesellschaft war die Ehrenhaftigkeit des Bewerbers. Nur unbescholtene Männer konnten in Schützengesellschaften eintreten und bleiben. Auch das ist noch heute Bestandteil der Satzung.

Das 19. Jahrhundert brachte den wirtschaftlichen Aufschwung die Vorbedingungen zu reichem, gesellschaftlichem Leben und somit auch neue Vereinsgründungen.

Durch schwierige Zeiten, auch in jüngerer Vergangenheit, hat es immer Männer gegeben, die sich der Zielsetzung der Schützenbruderschaft verpflichtet fühlten und mit ganzem Einsatz ihrer Persönlichkeit andere begeistern und mitreißen konnten dem Verein Leben zu geben und die Treue zu halten.

Die Zielsetzung der heutigen St. Severini Schützenbruderschaft Karken e.V. heißt „ Für Glaube, Sitte, Heimat“.

Dieser Leitsatz ist in der Satzung fest umschrieben.

Die Vereinschronik in Stichworten

In der Festschrift zum Heimat und Dekanatsschützenfest von 1968 schrieb Heinz Scherrers die Vereinschronik. Diese wurde in der Festschrift zum Heimat und Bezirksschützenfest 1988 von Johannes Jansen auszugsweise berichtet und um die Entwicklung aus der Zeit von ´68 bis ´88 ergänzt.

Hier wird auszugsweise berichtet und die Fortsetzung der Chronik bis 2016.

1654: Gründung der Schützenbruderschaft unter dem Patronat der Mutter Gottes. Nicht überliefert ist wann und warum sich die Schützen für den hl. Severinus als Schutzpatron entschieden.

1659: Das erste Statut wird erlassen, es gilt bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts.

1892: Maria Kremers geht als erste Königin in die Geschichte der Bruderschaft ein. Hiervon weist eine gestiftete Plakette zum Königssilber. Da es keine Mitgliedschaft für Frauen gab, muss davon ausgegangen werden, dass sie die Frau oder Freundin des Schützenkönigs war.

1906: Die Schützen beschließen den Bau einer Schützenhalle. Trotz gesicherter Finanzierung versagt die Kreisbehörde die Genehmigung.

1920: Das für die Herbstkirmes gemietete Zelt von 300qm Größe wurde nicht aufgebaut. Da keine anderen Festlokalitäten zur Verfügung standen, fiel die Kirmes buchstäblich ins Wasser. Der alte Plan eine Schützenhalle zu bauen lebte auf. Die Gründung einer Saalbaugenossenschaft wurde beschlossen. Die Halle sollte 450qm groß sein und 190.000 Mark kosten. Ein Baugrundstück wurde erworben. Jetzt erklärte der Verband Rheinischer Genossenschaften, dass die Gründung einer Saalbau-Genossenschaft nicht statthaft sei. Das Bauvorhaben wurde nun endgültig aufgegeben und eine Mietvereinbarung mit dem Saalbesitzer Schnock getroffen.

1920: Eintrag der Bruderschaft ins Vereinsregister unter dem Namen  „St. Severinus-Schützenbruderschaft e.V., Karken“.
Dies war erforderlich um das o. g. Baugrundstück zu erwerben.

1924: Der Haushalt der Bruderschaft wird auf niederländische Währung umgestellt. Die Schützen setzen den Jahresbeitrag auf 20 Cent, den Eintrittsbeitrag auf 80 Cent und die Königsprämie auf 50 Gulden fest.

1930: Die Bruderschaft tritt dem Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften bei.

1932: Vor Kirmes stirbt der Schützenkönig des Jahres 1932, Wilhelm Minkenberg an den Folgen einer Lungenentzündung.

1934: Vom hochwürdigen Herrn Präses wurde der Bruderschaft das vom Papst Pius XI. anläßlich des heiligen Jahres gestifteten Anno-Santo-Kreuz überreicht.

1936: Unter dem Druck der aktuellen politischen Verhältnisse beschließen die Schützen ihre Vereinsarbeit ruhen zu lassen, „bis wieder bessere Zeiten kommen“.

1947: Mit Genehmigung der Militärregierung nimmt die Bruderschaft ihre Arbeit wieder auf. Erster Präsident wird Peter Limburg.

1949: Am 19.Nov. stirbt Peter Limburg an den Folgen eines beim Schützenfest in Haaren erlittenen Unfalls. Neuer Präsident wird Martin Rademacher.

1952: Pater Josef Küppers kehrt aus der Mission in seine Heimatgemeinde Karken zurück. Sein Geschenk an die Bruderschaft: eine von ihm selbst gemalte Schwenkfahne.

Johann Schwartzmanns schießt nach 1950 und ´51 zum dritten Mal in Folge den Königsvogel ab und wird Schützenkaiser.

1954: Die Schützen feiern ihr erstes großes Fest nach dem Krieg, ihr 300-jähriges Bestehen im Rahmen eines Heimat- und Dekanatsschützenfestes. Obwohl es an allen drei Festtagen fürchterlich regnet und stürmt, die Fahnen, Girlanden und Transparente zerfetzt sind, waren sich alle einig,: Es war ein tolles Fest.

1967: Die Bruderschaft trauert um ihren Präsidenten Martin Rademacher, er verstarb am 20.Nov.1967. Peter Kremers wird Präsident.

1968: Am 31. März wurde Heinrich Brudermanns, Karkens ältester Einwohner und seit 82 Jahren aktives Mitglied der Schützenbruderschaft, 100 Jahre alt.

Vom 13.-15. Juli feiert die Schützenbruderschaft ihr zweites Dekanatsschützenfest nach dem Kriege. Diesmal spielt das Wetter mit. Der festlich geschmückte Grenzort zieht tausende Besucher an.

Ab der Herbstkirmes wurde die Kirmes von Samstag bis Montag gefeiert, der Dienstag entfiel.

1971: Dekanatsbundesmeister Ritzen zeichnet Amtsdirektor Jansen mit der selten verliehenen „Fürst-Salm-Raifferscheidt-Medaille“ aus.

1972: Präses Pfarrer Wetermann verläßt Karken.

1973: Die Frühkirmes steht unter dem Eindruck einer unerträglichen Hitze. Am Kirmesmontag ist es so heiß, dass sogar die traditionelle Parade an der Kirche ausfallen muss.

1975: Die Bruderschaft gibt sich eine neue Satzung. Sie heißt fortan „St. Severini-Schützenbruderschaft Karken e. V.

Sie wurde in Anlehnung an die Bundessatzung erstellt. Eine wesentliche Änderung: Nun können auch Frauen in die Bruderschaft eintreten.

1976: Ludwig Frenken, einer der aktivsten der Bruderschaft, legt nach über 40 Jahren sein Amt als General und Offizier nieder. Zum neuen General wird Franz Lind gewählt.

1979: Die Kirmesveranstaltungen finden mit der Frühkirmes erstmalig im Festzelt auf dem Kirmesplatz am Sportplatz statt.

1980: Seit der Generalversammlung am 20. Januar, sind sechs Schützenschwestern Mitglied der Bruderschaft.

1981: Die Schützenbruderschaft feiert gemeinsam mit dem Trommler und Pfeifer Korps Karken den Familienabend.

Peter Kremers legt aus Altersgründen sein Amt als Präsident und Brudermeister nieder. Die Bruderschaft ernennt ihn zum Ehrenpräsidenten. Neuer Präsident und Brudermeister wird Willi Windelen.

Die folgenden Jahre sind sehr stark geprägt von der Jugendarbeit. Die Jungschützen, Jungen und Mädchen formieren sich zu einer sehr aktiven Gruppe. Sie sind der Stolz der Bruderschaft und ein schönes Zeugnis für die Begeisterungsfähigkeit junger Menschen, die auch in einer von Nüchternheit gezeichneten Zeit bereit sind, sich für die Ziele und Ideale der Schützenbruderschaft einzusetzen.

1984: Für die Altschützen ab 65. Jahren findet im Dezember ein Seniorennachmittag statt. Bei Kaffee und Kuchen sowie einigen Vorträgen soll Kurzweil in der Adventszeit geboten werden.

1988: Das Heimat- und Bezirks – Schützenfest findet vom 8.-11. Juli statt. Das dritte Schützenfest in der Nachkriegszeit war ein großer Erfolg. Bei schönem Sommerwetter fanden die Festzüge auch in der Bevölkerung großen Zuspruch. Es war eine Demonstration für das Schützenwesen und „Für Glaube Sitte Heimat“.

1990: Der Königsvogelschuss kann nicht mehr auf der Wiese hinter dem Saal Schnock stattfinden. Eine neue Anlage wird auf dem Schulhof an der Turnhalle errichtet.

1994: Die Bruderschaft lässt in Heinsberg vom Goldschmiede-meister Hieronimi ein kleines Königssilber anfertigen. Dieses Silber zeigt unsere Pfarrkirche und den Pfarr- und Schützen- Schutzpatron, den hl. Severinus. Dieses Silber soll der König bei repräsentativen Aufgaben tragen. Gleichfalls kann es von einer Vogelschusskönigin als Königssilber getragen werden.

Die Jungschützen gründen den Jägerzug und werden mit Uniformen ausgestattet. Bei der Frühkirmes zeigt sich der neue Schützenzug bei den Aufzügen und begeistert die Zuschauer.

Bei der Fronleichnamsprozession wird der „Himmel“ von den Offizieren der Bruderschaft durch Karkens Straßen getragen.

1996: Der Präsident und Brudermeister der Bruderschaft, Willi Windelen, legte aus Gesundheitsgründen sein Amt nieder. Bei der Generalversammlung würdigte Martin Heffels in der Laudatio die Verdienste von Willi Windelen. Im Anschluss wurde er einstimmig zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Georg Florax wurde in den Vorstand und zum Präsidenten und Brudermeister gewählt.

Die Restaurierung des Schellenbaum war von Willi Windelen in 1995 eingeleitet worden, in diesem Jahr wird er restauriert. Er wird zur Herbstkirmes in neuem Glanz die Festzüge begleiten.

-Am 5. Mai schießt Georg Florax nach ´94 und ´95 zum dritten Mal in Folge den Königsvogel ab und wird damit Schützenkaiser. Das Kaiserfest, in Verbindung mit der Frühkirmes wurde mit einem prächtigen Festzug, zu dem die benachbarten Bruderschaften eingeladen waren, gefeiert.

-Die Bruderschaft beauftragte den Goldschmiedemeister Hieronimi mit der Erstellung der Kaiserkette. Die Silberplatte wurde in Anlehnung an das kleine Königssilber gestaltet. Daran wurden drei kleinere Silberplättchen mit den Namen der Bruderschafts-Kaiser, Peter-Josef Frenken, Johann Schwartzmanns und Georg Florax angebracht.

1999: Erstmals in der Geschichte der Bruderschaft fand sich kein Bewerber für die Königswürde. Die Bruderschaft feiert ohne Schützenkönig die Kirmesveranstaltungen.

2002: Die Schützenbruderschaft beschließt in einer Mitgliederversammlung den Königsvogelschuss auf den Samstag zu verlegen.

Auch in diesem Jahr bleiben die Kirmesveranstaltungen ohne Königspaar. Es fand sich beim Vogelschuss kein Bewerber für den Meisterschuss.

2003: Die Weichen für das 350 jährige Jubiläumsschützenfest wurden bereits vor drei Jahren gestellt. Nun beginnen die Vorbereitungen und Planungen zur Durchführung.

2004: Rechtzeitig zum Jubiläum wurde unsrer Fahne in Kevelaer von Fachleuten saniert um beim Fest in neuen Glanz getragen zu werden.

Nachdem viel Arbeit und Herzblut durch Vorstand und Helfer in die Organisation unserer 350 Jahr Feier investiert wurde, steht nun alles in den Startlöchern um ein würdiges Fest zu feiern. Freitags um 18:30 Uhr läuten die Glocken von St. Severinus das Fest ein. Nach einem kurzen Umzug und Abholen der Ehrengäste wird unter Mitwirkung aller Ortsvereine ein wunderschöner Heimatabend mit vielen Karkern von Auswärts und aus dem Dorf gefeiert. Natürlich darf der Große Zapfenstreich dabei nicht fehlen. Schirmherr des Jubiläum-Schützenfest ist Ehrenpräsident Willi Windelen.

-Der Samstag wird traditionell wie ein Kirmessamstag gehalten.

-Am Sonntag zum großen Umzug durften wir dann sage und schreibe 12 Gastbruderschaften begrüßen. Nach der Feldandacht und Aufzug wurde zum Tanz der Königspaare geladen. Beim anschließenden Ausklang auf dem prächtig geschmückten Festzelt wurde noch viel getanzt und das eine oder andere Bierchen gemeinsam mit unseren Gästen getrunken.

-Montag wurde nach einem Frühschoppen auf dem Zelt der traditionelle Klompeball mit Prämierung der schönsten Klompen gehalten.

-Unter großer Anteilnahme der Bruderschaft wurde unser Ehrenpräsident Peter Kremers am 21.10.2004 zu Grabe getragen. Zu seine verdiensten gehört der Neuanfang und Wiederaufbau der Schützenbruderschaft in Karken.

2006: Der Antrag des Niederrheinischem Freilichtmuseum zur Ausleihe unseres Schellenbaum anl. der Ausstellung des Bundes Historischer Deutschen Schützenbruderschaften wird mit Stolz stattgegeben. Die Ausstellung ist vom 05.März bis 30. Juli in Grefrath zu besuchen. Der Versicherungswert für den Schellenbaum betrug 12.000 €.

-Der Bau eines neuen Vogelschuss-Schießstands an der Bürgerhalle geht in die Planung. Unser Schießstand an der Grundschule wird ohne umfangreiche Sanierungsarbeiten so nicht mehr abgenommen. Baubeginn für den neuen Schießstand,  Oktober 2006.

2007: Erstmalig wird vorrangig durch den Jägerzug eine Silvesterfete auf der Bürgerhalle organisiert. Ein sehr umfangreiches Buffet, Getränke und Feuerwerk wurden zu einem Festpreis angeboten. Der Zuspruch in der Bevölkerung ist sehr hoch, und so kann ein toller Erfolg verbucht werden. Es sollen weitere Silvesterfeten nach diesem Konzept folgen.

-Bei der Generalversammlung wird beschlossen den Jahresbeitrag für Jugendliche auf 5,- € und für Erwachsene auf 15,- € zu Gunsten der Königsprämie zu erhöhen. Weiter wird die Beitragsfreiheit für Mitglieder über dem 65. Lebensjahr zukünftig entfallen.

-Martin Heffels tritt nach 24 jähriger Tätigkeit als Schießmeister zurück. Er war der maßgebliche Architekt unserer Schießgruppe. Durch unendlich viel Engagement hat er das Schießen in unserem Verein etabliert, so wie wir es heute kennen. Martin wird durch die Generalversammlung einstimmig zum Ehrenschießmeister ernannt.

-Heinz Kremers legt ebenfalls nach 36 jähriger Tätigkeit sein Amt im Vorstand nieder. Heinz war langjähriger Kassierer und stellvertretener Brudermeister. Er war bei allen Veranstaltungen immer die treibende Kraft wenn es darum ging anzupacken oder zu organisieren. Die Stunden die Heinz in unsere Schützenbruderschaft investiert hat sind nicht zu beziffern. „Luwie Hein“, wie wir Ihn alle kennen wurde ebenfalls von der Generalversammlung einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt.

-Der Bau unseres neuen Schießstands hinter der Bürgerhalle wird planmäßig abgeschlossen.

-Erstmalig findet unser Vogelschuss an der Bürgerhalle auf den neu errichteten Schießstand statt. Ein großes Plus ist hier, dass die Bürgerhalle mit allen Ihren Vorteilen gegenüber dem Schulhof mit genutzt werden kann. Mit einem Wortgottesdienst auf der Bürgerhalle und anschließender Einsegnung durch Präses Pfarrer Arnold Houf wird der neue Schießstand eingeweiht. Da der Termin genau auf Muttertag fällt wird jede Mutter mit einer roten Rose bedacht.

-Erster König an der Bürgerhalle wird Stefan Kremers.

2008: Für den Vogelschuss an der Bürgerhalle wird das Kinderprogramm erheblich aufgewertet. Es wird im Kindergarten und Grundschule ein Malwettbewerb mit Prämierung am Vogelschuss durchgeführt, weiter werden Planwagenfahrten, Kinderschminken und eine Hüpfburg angeboten.

2009: Im Jahr 2009 sind intensive Vorbereitungen für das anstehende Bezirksschützenfest im kommenden Jahr erforderlich.

2010: Wie schon 2004 wurde unser großes Fest durch die Glocken von St. Severin eingeläutet. Die Schirmherrschaft wurde mit Stolz von unserem stellvertretenen Landrat Herrn Willi Paffen übernommen. Nach kurzem Umzug ging es dann auf dem herrlich geschmückten Festzelt buchstäblich heiß her. Der Heimatabend an diesem Freitag verlangte allen beteiligten durch Wetterbedingt sehr hohe Temperaturen alles ab. Gestaltet von unseren Ortsvereinen und durch Besuch vieler Karkener gab es ein ansprechendes Programm. Nachdem der offizielle Teil mit dem Großen Zapfenstreich beendet wurde, waren sich alle einig, es war ein rundherum gelungener Abend.

-Der Samstag wurde wie schon 2004 traditionell als Kirmessamstag mit Königsball gehalten.

-Auch am Sonntag war das Wetter mehr als sonnig bei 35° C. Unser Festumzug erfuhr seitens der Ortsvereine, der Ortsbevölkerung und der Bruderschaften im Bezirksverband sehr große Unterstützung. Was bei diesen Temperaturen nicht selbstverständlich ist. Der Umzug führte die vielen Schützenbruderschaften und Ehrengäste an zahlreichen Besuchern die unsere Straßen in Massen bevölkerten vorbei. Unser Prunkstück, der Schellenbaum wurde zu diesem hohen Anlass trotz seines labilen Zustands nochmal hervorgeholt und wohl zum letzten male durch unser Dorf getragen. Das war für uns Schützen ein besonderes Highlight. Zum Ausklang auf dem Festzelt wurde noch lange bei einer kühlen Erfrischung und Ehrentanz der Majestäten gefeiert.

-Eine Besonderheit war an diesem Tag, dass der Fähnchen-Verkauf zu Gunsten der Verunglückten Schützenbrüder Menden-Nord durchgeführt wurde. Im Jahr 2009 waren bei einem schrecklichen Unfall, durch einen PKW Fahrer verursacht der in den Schützenumzug der Bruderschaft Menden-Nord raste, 2 Menschen gestorben und ca. 50 Menschen verletzt worden. Die Idee hierzu hatte Heinz Willi Görtz, der auch deren Organisation übernahm.

-Am Montag wurde schließlich der traditionelle Klompeball mit Prämierung der schönsten Klompen gefeiert.

-Da unsere Bruderschaft als Ausrichter des Bezirksschützenfest in Besitz der Bezirksstandarte war, musste natürlich das Bundesschützenfest, diese Jahr in Vechta besucht werden. Der Besuch wurde zu einem erlebnisreichen Wochenende das unserem Königspaar und allen Mitreisenden in langer Erinnerung bleibt.

2011: Georg Florax legt sein Amt als Präsident und Brudermeister nieder. Bei der Generalversammlung werden die  Verdienste von Georg im Rahmen einer Laudatio gewürdigt. Im Anschluss wird von Ehrenpräsident Willi Windelen beantragt Georg Florax zum Ehrenpräsidenten zu ernennen. Die Versammlung stimmt dem Antrag einstimmig zu. Der Vorstand wählt Martin Knoben zum neuen Präsidenten und Brudermeister.

2012: Im Vorstand wird beschlossen zukünftig die Herbstkirmes auf der Bürgerhalle zu veranstalten. Die Bürgerhalle soll zu diesem Anlass ähnlich wie ein Festzelt geschmückt und ausgestattet werden um den Zeltcharakter zu übertragen. Dieser Schritt wird jetzt gewagt, da noch kein finanzieller Druck vorhanden ist und man sich eine Rückkehr auf dem Zelt vorbehalten kann.

-Josef van Crüchten verstirbt. Sein Name ist untrennbar mit der Kinderbelustigung zum Vogelschuss (auf der Wiese hinter dem alten Saal) und der Wiederbelebung unseres Schellenbaum verbunden.

-Erstmalig wird nach dem Sonntagsumzug zur Herbstkirmes Blasmusik von „de Schelleböm“ auf dem Festzelt geboten. Die Resonanz ist sehr gut.

2013: Beim Vogelschuss wird erstmalig der Wettbewerb „König der Könige“ ausgetragen. Hierbei schießen die ehemaligen Könige in Reihenfolge Ihrer Amtszeit die spezielle Königswürde aus. Sieger beim ersten Austragen wurde Hans-Josef Tissen.

-Die Herbstkirmes wird wie geplant erstmalig auf der Bürgerhalle gefeiert. Es wird viel Arbeit und Liebe in die Deko gesteckt und unsere Bürgerhalle präsentiert sich in wunderbarer Kirmesatmosphäre. Von den Schützen und der Karkener Bevölkerung wird das neue Konzept sehr gut angenommen. Eine Abordnung unserer Schützenbrüder aus Menden-Nord sind zu Besuch und nehmen am Aufzug teil. Nach der Parade an der Kirche schließen sich zahlreiche Besucher dem Aufzug an um in der Bürgerhalle bei Kaffe und Fla Kirmes zu feiern. Die Bürgerhalle platzt aus allen Nähten.

2014: Der Präsident und Brudermeister Martin Knoben legt aus beruflichen Gründen sein Amt nieder. Nach kurzer Beratung wählt der Vorstand Ralf Windelen zum neuen Präsidenten und Brudermeister.

-Hans-Herbert Kamps tritt als langjähriger kommandierender General zurück. Zum neuen General wird Marc Kirbach ernannt. Im Rahmen einer Laudatio auf der Generalversammlung beantragt Marc Kirbach die Ernennung Hans-Herbert Kamps (Hoppe) zum Ehrengeneral. Die Versammlung bestätigt die Ernennung einstimmig.

-Endlich ist es nach langen Suchen gelungen einen Lagerraum für unsere Schützenutensilien zu finden. Nach kurzen intensiven Verhandlungen seitens der Stadt Heinsberg und dem Brudermeister Ralf Windelen bekommen wir die Möglichkeit im Keller der Schule einen Lagerraum in Eigenleistung herzustellen.

-Ein weiterer langer Wunsch wird mit dem Bau des Unterstands beim Vogelschuss Schießstand an der Bürgerhalle verhandelt und umgesetzt.

-Die Flyer zum Vogelschuss und unserer Kirmesplakate bekommen ein vollkommen neues und ansprechendes Design.

2015: Beim Familienabend spielten erstmalig die „jüngsten“ der Bruderschaft unter Leitung von Sonja Rongen auf der großen Bühne. Das Stück wurde eigens für den Familienabend von Sonja geschrieben und die Darsteller zwischen 9 und 14 Jahre gaben unter tosendem Applaus Ihr bestes.

-Im Rahmen der Ehrungen während der Generalversammlung bedankt sich Brudermeister Ralf Windelen in einer Laudatio für 28 Jahre aktive Mitarbeit im Vorstand  und die Verantwortung als Brudermeister der   St Severini Schützenbruderschaft bei Martin Knoben. Im Anschluss beantragt Ralf Windelen die Ehrenmitgliedschaft für Martin Knoben bei der Generalversammlung. Dies wurde einstimmig bestätigt.

-Der Vorstand beschließt auf Antrag der Schülerschützen das ab 2015 ein Schülerprinz/Prinzessin ermittelt wird. Erste Schülerprinzessin wird Melissa Kirbach.

-Zur Frühkirmes war aufgrund verschiedener Missverständnisse kein Schausteller zu gegen. Dies darf sich in Zukunft nicht mehr widerholen.

Die Schützenbruderschaft wird sich anstatt der zuständigen Behörde ab sofort selbstständig um den Kirmesmarkt bemühen.

-Ein geplanter Besuch der Schützen in Menden-Nord findet trotz sehr guter Resonanz zur Frühkirmes aufgrund sehr geringer Anmeldungen nicht statt.

-Für die Herbstkirmes 2016 werden Änderungen im Ablauf der Kirmestage beschlossen. Der Klompeball am Kirmesmontag wird aufgrund des anhaltenden sehr schlechten Besuchs gestrichen. Als Ergänzung startet nun die Herbstkirmes bereits am Kirmesfreitag mit einem Motto-Abend in „bayerischen“ Stil. Der weitere Ablauf unserer Herbstkirmes bleibt wie seit Umzug in die Bürgerhalle erhalten.

2016: Beim Schießwettbewerb um die Würde des Bezirksprinz und Bezirksschülerprinz errang die Jugend unserer Bruderschaft in diesem Jahr ganz besondere Erfolge. Caro Linden wurde stellvertretene Bezirksprinzessin und mit Melissa Kirbach präsentierte unsere Bruderschaft die Bezirksschülerprinzessin. Im Mannschaftswettbewerb der Schülerklasse „Freihand“ gingen nicht nur alle Pokale nach Karken, sondern die ersten 6 Plätze der Gesamtwertung wurden allesamt durch unsere Schülerschützen belegt.

-Am 09. Mai besuchte die St. Severini Schützenbruderschaft mit einer stattlichen Abordnung den Bundesköniginntag in Erkelenz. Schützenschwestern und Schützenbrüder aus sämtlichen Zügen fanden sich morgens an dem von unserer Bruderschaft bereitgestellten Bus ein, um unsere Majestäten nach Erkelenz zu begleiten.

-Der neue Motto-Abend im Rahmen der Herbstkirmes erhält den Namen „Benediktiner Stadl“

-Es gelingt dem Orga Team mit den „original Wällster Bayern Power“ eine erfahrende Top Band für das Stadl zu engagieren.

Das 1. „Benediktiner Stadl„ wird ein toller Erfolg. In der prächtig geschmückten und mit vielen Besuchern gut gefüllten Bürgerhalle wurde bei bester Stimmung im bayerischen Outfit zünftig gefeiert. Für die nächsten Jahre soll die Herbstkirmes zu ehren unseren Schutzpatron dem hl. St Severinus nun vom Freitag bis Sonntag gefeiert werden.